Dienstag, 6. Dezember 2011

Schnucki, viel zu früh bist du von uns gegangen

Meine Süße,

so habe ich dich immer genannt. Du bist vorhin im Auto gestorben. Da meine Tierärztin erst heute nachmittag geöffnet hat und es dir aber noch schlechter als gestern ging, bin ich mit dir zu einem anderen Tierarzt gegangen. Ich habe ihm die Wahl gelassen zwischen Einschläfern und noch einen Versuch zu machen und deine Krankheit zu behandeln.

Er sagte zwar, du hättest keine große Chance mehr, aber er wollte es gerne versuchen. Du bekamst zwei Injektionen und hast dich in der Hand kaum gewehrt. Als er dich wieder in den Käfig entließ, sahen wir es schon, es war fast genau wie bei Freddie, du lagst dort auf dem Boden und kamst nicht mehr richtig hoch. Aber du hast noch einige Minuten gelebt. Wir haben uns noch kurz mit dem Arzt unterhalten und dann mit dem Auto Richtung Hause gefahren, am Ende der Münsterstraße an der Ampel, es war gerade rot, sah ich, wie du deine Flügel ausstrecktest, anfingst zu zittern und dann deinen letzten Atemzug gemacht hast. Meine Mutter, die hinten im Auto bei dir saß, sagte, du bist ziemlich ruhig eingeschlafen, wenigstens das, ich hatte schon Angst, dass du nur noch Schaum spuckst und dabei erstickst. Du hast während der letzten Tage so gekämpft. Den Kampf hast du leider verloren.

Der Arzt hat gemeint, du hattest eine Kropfentzündung, die dann aber in die Luftsäcke gezogen ist und er hat dir einmal Baytril und einmal Kortison injinziert. Aber die Behandlung war dann doch wohl zuviel für dich und deinen Körper. Das hat deinHerz nicht mehr verkraftet. Du hast es nicht mehr geschafft. Aber so blieb dir ein vormittag oder vielleicht sogar ein nachmittag des Dahinsiechens erspart.

Ich vermisse dich, kleine Maus. Du warst die bunte Perle zwischen meinen Wellis. Eine wunderschöne Rainbowhenne mit einer wunderschönen Farbe und Zeichnung. Und weißt du, was ich ganz toll an dir fand? Deine schönen Augen. Du hattest echt total schöne Augen und einen lieben Blick.

Schade, dass du bei den Herren erst keinen guten Start hattest. Die haben dich im Anfang gar nicht akzeptiert. Aber später hat dich Robby als seine Verlobte angenommen, ihr habt euch schon gegenseitig gekrault und er dich liebevoll gefüttert. Aus euch wäre bestimmt auch ein echtes Pärchen geworden. Allerdings warst du - zumindest in den letzten Wochen - mehr ein ruhiger Vogel und hast dich oft irgendwo alleine hingesetzt und so gut wie gar nicht mit den anderen interagiert. Anfangs hattest du eine Handphobie, aber du hast dann irgendwann wenigstens mit meinem Finger gespielt.

Ich hatte noch so viel mit dir vor, wollte dir eine schöne Zeit bereiten. Aber wir bekamen keine Chance. Wir haben uns gerade erst gefunden und schon bist du wieder gegangen. Vor einer Woche war doch noch alles in Ordnung, du warst nur ein bisschen dick durch Robby geworden und von einen Tag auf den anderen hast du nichts mehr gefressen. Was war passiert?

Ach meine kleine Schnucki, du wurdest nur 9 Monate alt und warst nur 7 Monate bei uns. Ein sehr kurzes Leben, das hast du nicht verdient, so ein kurzes Leben. Ich hätte dich gerne besser kennengelernt und länger behalten.

Noch bist du bei mir zuhause, morgen werde ich dich dann beerdigen und dann fängt es an, extrem weh zu tun, wenn du nicht mehr bei uns bist, es tut ja jetzt schon weh. Und ich werde es wohl nie begreifen, wie das geschehen konnte. Ich vermisse dich.

Mach's gut, meine liebe Rainbowhenne Schnucki, meine Süße!
Ich werde dich nicht vergessen.

Es vermissen dich Robby, Heiko und Lenny und meine Wenigkeit.

Weiterlesen & kommentieren ♥ » ...

Montag, 5. Dezember 2011

Schnucki wird sterben

Es ist wieder soweit. Meine Wellensittichhenne Schnucki wird sterben. Sie war erst 9 Monate alt und 7 Monate bei mir.

Sie hat doch gerade erst angefangen zu leben. 9 Monate durfte sie nur auf dieser Welt sein?  Zuerst wurde sie monatelang von den anderen drei Herren nicht akzeptiert, dann hat sie es geschafft, dass Robby, der Älteste sich für sie interessierte. Sie kraulten sich gegenseitig, er fütterte sie liebevoll. Sie wurde dicker und dicker und wollte nicht mehr fliegen, als sie dann doch mal flog, stürzte sie ab. Habe dann versucht, sie etwas auf Diät zu setzen, also ihr Futter mit Grassamen zu strecken. Aber wirklich dünner wurde sie nicht. Bis sie am Samstag plötzlich nicht mehr fressen wollte. Sie saß still da und überließ Heiko das Futter, der die Nacht bei ihr im Käfig verbracht hatte, weil ich verhindern wollte, das Robby sie weiter fettfüttert.  Und das sie anderen das Futter überließ, war ungewöhnlich für sie. Ich dachte erst, es wird wohl noch. Aber da habe ich mich getäuscht.

So langsam wird mir das alles zuviel. Das ist dann der 5. Vogel, der innerhalb von 2 Jahren gestorben ist. Ich habe dann nur noch 3 Wellensittiche und ich werde nicht mehr aufstocken. Ich kann das nicht mehr verkraften, wenn sie krank werden und man alles tut oder denkt, man hat alles getan und sie dann doch sterben.

Weiterlesen & kommentieren ♥ » ...

Donnerstag, 10. November 2011

Termin beim Hausarzt

War Dienstag bei meinem Hausarzt wegen der Erstbesprechung des Befundes und der Blutuntersuchung. Er hatte wohl vorher in der Klinik angerufen und mit meinem Chirurugen gesprochen. Natürlich drängen jetzt beide auf eine Zweit-OP.

An dem Tag ging es mir natürlich nicht so gut, da alles wieder hoch kam. Ich konnte es eigentlich die ganze Zeit so einigermaßen verdrängen/unterdrücken. Obwohl ich in den letzten Tagen auch ständig nach Infos über diese Krebsart im Internet gesucht und etliche Dokumente ausgedruckt habe. Mache mir jetzt so eine Mappe fertig und lasse mir trotz des Drängens der Ärzte einfach die Zeit, die ich brauche, um mich zu entscheiden.

Die Blutuntersuchung hat wohl ergeben, dass ich meine Jod-/Thyroxin-Dosis wie gehabt beibehalten kann. Habe nur ganz wenig eingenommen, da ich ja meine rechte Schilddrüse noch habe. Aber habe auch gelesen, dass es wichtig ist, genau diese zu entlasten, damit es nicht zu einer erneuten Knotenbildung und somit auch erneuten Krebsgefahr kommt.

Für alle die, die sich damit auskennen: Ich muss meinen TSH-Wert im Blut niedrig halten, also in einer latenten Überfunktion. Und die habe ich zur Zeit. In der Klinik hatte ich einen TSH von 0,05 - das ist schon fast extrem niedrig. (Niedrig heißt in diesem Fall Überfunktion).

Weiterlesen & kommentieren ♥ » ...

Sonntag, 6. November 2011

Herzlich willkommen

Sodele, heute habe ich mir mal einen Blog gegönnt. Über meine große Leidenschaft - die Wellensittiche - berichte ich ja schon auf meiner Website. Hier würde ich unter anderem auch über andere Themen, die mich berühren, berichten. Ich hoffe auch auf einige Kommentare, besonders von Leidensgenossen.

Weiterlesen & kommentieren ♥ » ...

Montag, 17. Oktober 2011

Mein Schilddrüsen-OP-Bericht

Hallo,

vielleicht interessiert es euch, wie eine Schilddrüsen-OP abläuft. Ich schreibe mal meinen Erfahrungsbericht auf, einmal für euch und einmal für mich.

Die Vorbesprechung zur OP fand am 8. September statt. Dafür bin ich extra mit dem Sprinterbus in die 88 km entfernte Stadt gefahren. Eine Assistenzärztin händigte mir den Bogen zur Patientenaufklärung aus, den ich mir zuhause durchlesen sollte. Danach erklärte sie mir, wie eine Schilddrüsen-OP abläuft. Als ich damit einverstanden war, schaute sie nach dem nächsten freien Termin, der leider erst einen Monat später war. Ich gab vorher noch meinen hausräztlichen Befunde ab und fuhr wieder nach Hause.

Am 5. Oktober war es dann soweit. Ich fuhr wieder nach Münster mit Krankenhaustasche und ging zur Anmeldung. In einem extra Bereich wurden dann die Formalitäten erledigt, also alles erklärt, wie das mit Telefon, Fernseher etc. funktioniert und ich meldete mich dann bei der interdisziplinären Anmeldung an und anschließend fanden die Untersuchungen und Gespräche statt. Blutabnahme, Blutdruckmessen und natürlich besonders wichtig Ultraschall. Beim Ultraschall erfuhr ich dann, dass der Knoten sehr gut aussieht, aber fast nichts mehr vom linken Schilddrüsenlappen übriggeblieben war und im rechten Lappen ein Mikroknoten von ca. 5mm Größe ist, der aber im "heißen" Teil steckte, also dann auch wohl nicht bösartig sein wird.

Danach noch das Gespräch mit dem Anästhesisten und ab auf Station.

Weiterlesen & kommentieren ♥ » ...

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Nach der OP der Schock: Schilddrüsenkrebs

Ich bin am 6. Oktober an der Schilddrüse operiert worden und konnte schon zwei Tage später wieder nach Hause. Ich habe mich dieser Operation unterzogen, weil ich einen ca. 4,5 cm großen kalten Knoten im linken Schilddrüsenlappen hatte. Nach der OP lag der histologische Befund noch nicht vor, da Wochenende war. Also rechnete ich damit, dass ich Montag oder Dienstag telefonisch Bescheid bekäme.

Ich wurde immer unruhiger und hatte kein gutes Gefühl.
Am Montag bekam ich dann den Anruf. Der Arzt, der mich anrief, sagte sofort, dass bei mir ein papilläres Mikrokarzinom follikulärer Variante festgestellt wurde. Es sei mitten im untersuchten Gewebe gewesen, also so gut wie eingekapselt und es bedürfe keiner weiteren Behandlung.

Obwohl Krebs, war ich erleichtert. Aber nicht lange.

Am nächsten Tag bekam ich wiederum einen Anruf von der Klinik. Wieder war der Chirurg am Telefon. Der Professor sei davon ausgegangen, dass bei mir die ganze Schilddrüse entfernt worden sei, aber da bei mir nur die linke Seite herausgenommen wurde, müsste ich noch einmal nachoperiert werden. Es sei Standard, in so einem Fall komplett die Schilddrüse herauszunehmen. Sollte im rechten Teil dann ebenfalls was bösartiges festgestellt werden, müsse man eventuell noch eine Radiojod-Therapie anschließen. Er meinte, ich solle noch warten, bis meine Stimme wieder da sei. Er ging von 14 Tagen aus, dass meine einseitige Stimmbandlähmung sich wohl vorbei wäre, dann soll ich mich wieder in der Klinik melden. Ich war fertig.

Für mich brach eine Welt zusammen. Es war so, als ob man mir den Boden unter den Füßen weggezogen hätte. ICH KREBS! Ich gehöre jetzt auch zu dem Kreis der Menschen, die Krebs haben.

Weiterlesen & kommentieren ♥ » ...